Donnerstag, 26. März 2015

Back on my Blog: Backe backe Brot


Leider habe ich mein Blog in den letzten Monaten nicht mal mehr stiefmütterlich pflegen können. Das bedeutet aber nicht, dass es deswegen langweilig geworden wäre. Ich habe mich nach meiner langen Schreibpause entschieden, diesen Beitrag einem Thema zu widmen, mit dem ich mich recht intensiv beschäftigt habe, bevor ich auf die Bentos gekommen bin: Brote aus Hefeteig backen.

Außerdem gibt es mein Blog im Frühlingslook. :-)

Warum denn das plötzlich? Ganz einfach, weil ich etwas viel Speck angesetzt habe und den wieder los werden will. Das ist mir schon mal gelungen mit Hilfe von Weight Watchers. Da aber das Punktezählen immer so lästig ist, habe ich mir vorgenommen es mit dem Sattmacher-Prinzip zu versuchen. Das ist aber, was Brot anbelangt, etwas schwierig, weil ich beim Kaufen nie sicher bin, fällt das jetzt noch in die Sattmacher oder auch nicht. Und ekliges Brot aus einer Plastiktüte kommt unter keinen Umständen auf meinen Tisch. Um dem Dilemma zu entgehen, habe ich fleißig im Internet recherchiert, wie ich mir so ein Brot selber backen kann. Zu finden sind da grundsätzlich zwei Varianten:
  1. Ein sehr aufwendiges Sauerteigbrot (zumindest ist es das für faule Köchinnen wie mich)
  2. Ein Brot auf Backpulver-Basis (das schmeckt mir, aber sonst leider niemanden im Haus)
Da war nun guter Rat teuer... Vor allem weil bezüglich des Backens von Sattmacherbroten, darauf ankommt wie grob die Körner gemahlen sind. Je gröber das Korn im Teig desto länger braucht die Verwertung im Körper und so nachhaltiger hält das Brot satt. Um wirklich sicher zu gehen, dass ein Brot zu den Sattmachern zählt, soll man das Rezept inklusive der Nährwerte an WW schicken und dann dort einstufen lassen. Das habe ich nicht gemacht. Für mich habe ich für mich entschieden, dass die ganzen Körner im Thermomix gemahlen noch als feiner Schrot durchgehen und somit  in das Raster passen. Das kann man allerdings auch anders bewerten und eine letzte Sicherheit habe ich nicht.

Unter diesen Rahmenbedingungen, habe ich das "Nicht-kneten Brot" so umgebaut, dass es für mich als Sattmacher funktioniert, allen schmeckt und verhältnismäßig unkompliziert geht. Alles was es braucht ist Zeit. Dafür ist es gar nicht anspruchsvoll, wann es gebacken wird und verzeiht auch Fehler bei den Backzeiten.

Und das Sattmacher-Nicht-Kneten-Brot für Faule funktioniert nun so, man nehme:
  • 400 g Dinkel
  • 1 - 1,5 TL Salz
  • 1/4 TL Hefe
  • 1/2 TL Malzkaffee (optional)
  • 360 g Wasser
  • Ein feuerfester Topf mit Deckel
Um den Teig vorzubereiten schrote ich zuerst den Dinkel. Ich mache das im Thermomix: jeweils 200g 1min bei Stufe 10. Das funktioniert aber genauso gut in einer Kaffeemühle -so macht das Anni in ihrem Sattmacher-Blog- oder natürlich auch in einer ganz normalen Mühle. Wer es nicht genau nimmt kann sich auch einfach ein Mehl nach Gusto aus der Tüte schnappen.

Dann landen aller trockenen Zutaten in einer Schüssel (oder auch im Thermomix) und werden kurz durchmischt. So nun Wasser dazu und so lange rühren bis sich ein Teig gebildet hat. Nicht lange, nur bis alles ein recht flüssiges "Etwas" ergibt. Diesen Teig jetzt ggf. in eine Schüssel mit Deckel umfüllen. Falls nicht vorhanden reicht auch ein feuchtes Handtuch und ein Teller als Verschluss.

Das alles landet nun im Kühlschrank und möchte für 12 Stunden in Ruhe gelassen werden. Nach dieser Zeit (und das kommt es auf die Minuten/Stunden nicht drauf an) den Teig umrühren und wieder in den Kühlschrank. Bitte mindestens weitere 12 Stunden nicht stören.

Nach dieser Zeit kann der Teig jederzeit gebacken werden oder alternativ weiter im Kühlschrank vor sich hin schlummern. Mein Maximum waren bisher 2 Tage. Ich denke 3-4 Tage gingen bestimmt auch. Damit ist nach 24 Stunden ein jederzeit backfertiger Teig im Haus. :-)

Das Backen geht einfach: man braucht nur einen feuerfesten Topf mit Deckel. Der kommt während es Vorheizen auf 250 Grad Umluft in den Ofen. Ist die Backtemperatur erreicht, den Teig in den Topf geben, Deckel drauf und in den Ofen. Jetzt bei 250 Grad 15 min backen. Dann die Hitze auf 230 Grad reduzieren und weiter 30 min backen. Damit das Brot schön knusprig wird, jetzt den Deckel entfernen und noch ein letztes Mal 15 min backen. Fertig!

Nun gilt es das Brot gegen die Mitbewohner zu verteidigen, die es am liebsten frisch aus dem Ofen schon wegspachteln. Meinst ohne Rücksicht auf verbrannte Zungen.

Ich denke, es ist deswegen so gut, weil durch den sehr geringen Hefeanteil und die lange Gehzeit, das Brot innen sehr fluffig wird, ganz anders als ich es von anderen Vollkornbroten kenne. Auch der typische Hefegeschmack, der mir bei vielen früheren Versuchen mit viel Hefe und sehr kurzen Gehzeiten nicht so gefallen hat, ist so gut wie nicht vorhanden. Natürlich könnte man den Teig noch vor dem Backen falten, ruhen lassen etc. wie es in vielen Rezepten zum Thema "Nicht-kneten Brot" im Internet zu fnden ist. Aber wie gesagt hier schreibt eine ganz faule Köchin.

Auf dieser Basis lässt sich das Brot sehr flexibel varieren, z.B. mit getrockneten Tomaten, etwas Studentenfutter, Schinkenwürfeln, Kümmel, Brotgewürz, geröstetem Buchweizen, einen Anteil des Mehls durch Roggenmehl ersetzen ... und schwups habe ich keine Sorgen mehr in Sachen Sattmacher-Brot!

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